Home  |  Impressum  |  Datenschutz  |  Sitemap
Quelle: Kirchenmusik Schopfheim
Quelle: Kirchenmusik Schopfheim

Kirche im Sozialraum - Synode tagte zum Schwerpunkt Diakonie

Im Zeichen der Diakonie stand das Treffen der Bezirkssynode Markgräflerland am vergangenen Samstag im Evangelischen Gemeindehaus Schopfheim. Bereits im Gottesdienst wurde Ulrike Grether für 25 Jahre Engagement von dem Diakonievorstandsvorsitzenden Urs Keller mit dem Goldenen Kronenkreuz geehrt.

Quelle: Christoph Zacheus-Hufeisen
25 Jahre diakonisches Engagement: Ulrike Grether wurde vom Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Urs Keller und Dekanin Bärbel Schäfer geehrt

Wie die Kooperation von Kirche und organisierter Diakonie im sozialen Nahraum aussehen kann, beleuchtete Prof. Dr. Johannes Eurich, der Leiter des diakoniewissenschaftlichen Instituts Heidelberg, in seinem Impulsvortrag.


Die Schaffung von sorgenden Gemeinschaften ist ein möglicher Lösungsweg, um auf die Folgen des gesellschaftlichen Wandels zu reagieren. Im Sozialraum ergeben sich hierdurch für Kirchen und die diakonischen Einrichtungen Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren. Diese Idee muss dabei breit getragen werde. Der Kirche kann dann die Rolle einer wichtigen Vernetzungsstelle im Quartier zukommen.

Quelle: Christoph Zacheus-Hufeisen

Prof. Dr. Johannes Eurich
Direktor des Diakoniewissenschaftlichen Instituts der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg

In den Pausengesprächen wurde deutlich, dass sich mehrere Gemeinden aktuell mit der Diakonie auf diesen Weg machen. Gemeinsame Bauprojekte sollen die sozialraumorientierte Arbeit stärken. Als problematisch wird dabei empfunden, dass diese sinnstiftenden Projekte nicht stärker durch den Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe unterstützt werden.

In Blitzlichtern zeigten verschiedene Menschen ihre Erfahrungen mit der Diakonie. Tariq Masumi, ein junger Flüchtling, erzählte wie wichtig ihm die Unterstützung durch Ehren- und Hauptamtliche in seiner Zeit in der Gemeinschaftsunterkunft in Rheinfelden war. Heute hilft er anderen Flüchtlingen als Übersetzer und bereitet sich parallel auf sein Abitur vor. Eine 93-Jährige schilderte, wie sie die Hilfe der Diakonie bereits vor vielen Jahren bei der Betreuung ihrer Mutter in Anspruch nahm. Sie ist froh zu wissen, dass die Diakonie auch ihr helfen wird, wenn sie mal nicht mehr alleine zurechtkommt.  Was ihr besonders wichtig ist: „…dass jemand dann da ist, der mich auch hin und wieder zum Lachen bringen kann."

Im Anschluss konnten die Synodalen verschiedene Arbeitsbereiche der Diakonie in Workshops kennen lernen.