Rheinfelden-Karsau-Beuggen: Am vergangenen Sonntag, den 5. Juli 2026, fand rund um das Schloss Beuggen das zwei-jährliche Familientauffest der Region statt.
„Weil du ein Segen bist!“ – großes Familien-Tauffest am Rhein
Ev. Kirchengemeinden bieten zusammen mit der Segensstelle SCHLÜSSEL.moment Familien auf dem Schlossareal Beuggen die Möglichkeit zur Taufe

In diesem Jahr wurde die Veranstaltung in enger Zusammenarbeit der evangelischen Kirchengemeinden Rheinfelden, Grenzach und Wyhlen organisiert. Unter der Leitung von Pfarrer Joachim Kruse, Pfarrer Jörg Winkelströter und Pfarrerin Nicole Diedrichsen feierten die Gemeinden gemeinsam mit den Vertretern der bezirklichen Segensstelle SCHLÜSSEL.moment, Pfarrer Jens-Daniel Mauer und Prädikantin Antje Böttcher, den Taufgottesdienst. Musikalisch gestaltet wurde dieser von Kantor Rainer Marbach und dem Posaunenchor Bad Säckingen/Rheinfelden.
Mit 13 Tauffamilien, 19 Täuflingen, acht Taufenden, dem Posaunenchor sowie zahlreichen ehrenamtlichen Helfenden, Angehörigen und Freunden nahmen rund 350 Feiernde am Gottesdienst und den anschließenden Taufen im schattigen Rheinareal teil. Getauft wurde an den schönsten Orten des Schlossgeländes: am Teehaus im Schlosspark, am Brunnen im biblischen Garten, an verschiedenen Uferstellen des Rheins sowie auf der Wiese am Storchenturm und am Sägebächle.
Pfarrer Jens-Daniel Mauer erarbeitete während des Taufgottesdienstes gemeinsam mit den Kindern eine Predigt anhand der fünf Finger seiner Hand. Jeder Finger hatte eine besondere Bedeutung, so deutete der Daumen auf alle Kinder, denn ihnen kommt nach dem Markusevangelium eine besondere Stellung und Gabe zu: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes!“ und „Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes (dafür stand der Zeigefinger) nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“ Jesus machte so deutlich, dass man Gott mit kindlichem Vertrauen und Offenheit begegnen sollte. Dem Mittelfinger kam die Bedeutung zu, dass uns dieses Geschenk Garnichts auf der Welt nehmen kann. Der Ringfinger deutete auf die persönliche Beziehung zu Gott hin, welche man durch Gottesdienstbesuche, Singen, Gespräche, Stille oder Gebete leben könnte. Der kleine Finger steht letztendlich für den Segen der aus der Beziehung zu Gott reifen kann, wenn Menschen ihre Liebe an ihre Mitmenschen weitergeben.
Nach dem Gottesdienst ging es für die 13 Tauffamilien zu ihren Tauforten. Die Diakoninnen Joelle Boettcher, Iris Feldmann sowie Prädikant Andreas Probst komplettierten die acht pastoralen Mitarbeitenden, die alle Taufen persönlich für jede einzelne Familie gestalteten. Eltern suchten Leitverse aus der Bibel für Ihre Kinder aus, welche die Täuflinge ein Leben lang begleiten werden. „Weil du ein Segen bist!“
Pfarrer Jens-Daniel Mauer, Leiter der Segensstelle, zieht eine sehr positive Bilanz: „Es war überwältigend zu sehen, wie viele Familien Gottes Segen an diesem besonderen Ort spürbar erleben wollten.“ Pfarrer Joachim Kruse ergänzte: „Unsere Kirche in der Region ist wunderbar lebendig – das zeigt auch die gute Kooperation der Gemeinden für dieses große Familien-Tauffest.“
